Katzenfutter ohne Zucker

Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal gefragt, ob Zucker, der häufig im Futter zu finden ist, Ihre Katze krank machen kann. Tatsächlich wird das Thema „Katzenfutter und Zucker“ immer wieder kontrovers diskutiert. Mehr und mehr setzt sich allerdings die Auffassung durch, dass Zucker im Katzenfutter nichts zu suchen hat. Zwar sind die Folgen von Zucker für die Gesundheit weit weniger drastisch, als von manchen behauptet wird. Gesund ist er eben aber auch nicht. Katzen können Zucker weder schmecken noch benötigen sie ihn. Katzenfutter ohne Zucker ist daher definitiv die bessere Alternative.

Katzen und Zucker – zwei Dinge, die einfach nicht zusammen gehören

Katzen sind in erster Linie Fleischfresser. Sie ernähren sich vor allem von Eiweiß und nicht von Kohlehydraten wie Zucker. Natürlich bedeutet das nicht, dass sie ausschließlich Fleisch fressen würden. So manche Wohnungskatze ist bekanntlich ganz wild auf Nudeln, Brötchen oder sogar Gemüse. Wirklich wichtig für das Tier ist jedoch Eiweiß – vor allem dann, wenn man es gesund und artgerecht ernähren möchte.

Zucker hat mit einer artgerechten Ernährung nichts zu tun. Eine Maus, die wohl das Beutetier schlechthin für Katzen ist, enthält definitiv keinen Zucker. Mehr noch: Katzen sind noch nicht einmal in der Lage, Zucker zu schmecken. Ihnen fehlen schlicht die Geschmacksrezeptoren für Süßes.

Diese Erkenntnis zeigt zweierlei. Zunächst einmal macht sie deutlich, dass entgegen anderslautender Meinungen Katzen zuckerhaltiges Futter nicht unbedingt attraktiver finden. Viel wichtiger aber ist, dass Katzen schlichtweg keinen Zucker für ihren Stoffwechsel benötigen, diesen aber unter Umständen schädigen kann. Warum sollte er dann überhaupt beigemischt werden!?

Werfen wir einen Blick in die Vergangenheit

Hatte die Wildkatze damals Zugriff auf Zucker? Nein, hatte sie nicht! Zucker steht nicht auf dem natürlichen Speiseplan und wenn es um die gesunde Ernährung der Katze geht, sollte sich jeder Halter immer an dem natürlichen Speiseplan orientieren.

Da es sehr viele unterschiedliche Katzenfutter Hersteller gibt, macht es Sinn, wenn sich jeder Halter im Vorfeld schlau macht und die Etikette gewissenhaft durchliest.

Aber Vorsicht: Zucker wird nicht immer als Zucker bezeichnet. Oft wird versteckter Zucker unter den Namen Saccharide, Glucose, Karamell, Inulin, Propyläen Glykol angeführt.

Katzenfutter mit Zucker kann bei ständiger Futterzufuhr zu folgenden Problemen führen:

  • Wie bei uns Menschen auch, führt die vermehrte Zuckerzufuhr zu Karies und Zahnproblemen.
  • Probleme mit der Bauchspeicheldrüse können auftreten.
  • Die vermehrte Zuckeraufnahme wirkt sich zudem auf die Analdrüsen des Tieres aus.
  • Erste Anzeichen von zu viel Zuckerkonsum:
  • Die Katze wird träge und neigt vermehrt zu Übergewicht. Gerade bei Wohnungskatzen, die in der Regel schon weniger Bewegung haben, stellt sich schnell Übergewicht ein.
  • Da Zucker den Zähnen gar nicht bekommt, führt eine zuckerhaltige Fütterung über kurz oder lang zu Karies. Wenn die Katze erst einmal Karies aufweist, dann dauert der Zahnverlust des Tieres nicht mehr lange.
  • Nicht selten kommt Diabetes bei Katzen vor, Diabetes wird meist durch das falsch gereichte Katzenfutter verursacht.

Liebe geht durch den Magen, diese Redensart kann gerne auch bei Katzen angewendet werden, aber damit die Katze agil und gesundheitlich fit bleibt, sollte das Futter nicht nur gut schmecken, sondern es muss auch ausgewogen sein und auf gewisse Inhaltsstoffe vertrauen.

Zucker im Katzenfutter ist für die Menschen da

Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist Zucker im Katzenfutter also absoluter Unsinn. Die Tiere brauchen ihn einfach nicht – egal, in welcher Menge. Der Grund, warum er dennoch oft zugegeben wird, hat vielmehr mit uns Menschen und unserer Eigenschaft als Dosenöffner zu tun.

Katzenfutter ohne Zucker sieht in der Regel weniger appetitlich aus. Einer Katze ist das Aussehen ihres Futters zwar in der Regel zwar herzlich egal, für uns Menschen jedoch spielt die Optik eine große Rolle. Nahrungsmittel die gut und im wahrsten Sinne appetitlicher aussehen stufen wir als besser und auch gesünder ein. Da wir es aber sind, die das Katzenfutter für unsere Miezen kaufen, spricht die Industrie mit der Beigabe von Zucker also unserer Sinne an. Der Grund dafür ist einfach: Wir sollen animiert werden, dass Futter auch weiterhin zu kaufen.

Warum aber führt Zucker dazu, dass das Futter besser aussieht? Nun, Zucker karamellisiert bekanntlich beim Erhitzen. Diese Karamellisierung wiederum führt dazu, dass das Katzenfutter eine optisch attraktivere Farbe und eine etwas festere Konsistenz hat. Es riecht normalerweise auch besser. Darüber hinaus soll es um einiges länger haltbar sein.

Zucker hat bekanntlich eine konservierende Wirkung. Er tötet Bakterien und andere Mikroorganismen ab, die normalerweise das Verderben von Nahrungsmitteln beschleunigen. Allerdings gilt das nur bei einer Lagerung der offenen Futterdose bei Raumtemperatur. Durch das Aufbewahren im Kühlschrank lässt sich mindestens eine ebensolches, wenn nicht besseres Ergebnis erzielen.

Auch wenn bislang in erster Linie von Nassfutter (Dosenfutter) die Rede war, spielt der Zucker auch in Trockenfutter mittlerweile eine gewisse Rolle. Allerdings wird ihm im Normalfall kein Zucker zugesetzt. Der darin enthaltene Zucker stimmt vielmehr aus dem verarbeiteten Getreide, ohne dem das Verbacken des Futters deutlich schwieriger wäre.

Die Katze hat einen besonderen Geschmacksinn, dieser unterscheidet sich grundlegend von der des Menschen. Katzen weisen nur 300 bis 400 Geschmacksknospen auf. Der Mensch zum Vergleich besitzt 9.000 Geschmacksknospen.

Aber nicht nur der Geschmack ist für eine Katze ausschlaggebend, auch der Geruch des Futters sowie die Konsistenz des Futters ist wichtig für das Tier. Katzen lieben zum Beispiel eine weiche Konsistenz oder krosse Leckerlis. Auch die Größe der gereichten Stücke ist wichtig für das Tier und wie sich das Stückchen im Mund der Katze anfühlt.

Katze mit schönem Halsband auf dem Boden

Zucker kann Katzen krank machen – in bestimmten Fällen jedenfalls

Bei uns Menschen ist die Sache klar: Nehmen wir zu viel Zucker zu uns, werden wir dick und sind damit auch der Gefahr ausgesetzt, an Diabetes zu erkranken. Bei Katzen ist der Zusammenhang leider nicht so eindeutig. Zwar steht außer Frage, dass eine bereits an Diabetes erkrankte Katze nur Katzenfutter ohne Zucker fressen sollte. Ob Futter mit Zucker allerdings Diabetes oder eine Gewichtszunahme auslösen kann, ist jedoch umstritten.

Die häufigste Ursache für Diabetes bei Katzen ist Übergewicht. Das kommt durch ein zu viel an Futter und durch Bewegungsmangel zustande. Dabei scheint es allerdings praktisch keine Rolle zu spielen, ob ein Tier nun Katzenfutter mit oder Katzenfutter ohne Zucker frisst. Der Zuckeranteil ist dafür im Futter in den allermeisten Fällen wohl auch viel zu gering. Um das Futter optisch aufzuwerten, braucht es nämlich lediglich einen Zuckeranteil von 0,5 Prozent.

Obwohl Zucker für den Stoffwechsel der Katze von Natur aus keine Bedeutung hat, kommt sie dennoch erstaunlich gut damit zurecht. Zuckerhaltiges Futter löst nur sehr selten Verdauungsprobleme wie Durchfall aus. Allerdings kommt es dabei ganz entscheidend auf die Menge an. Zu viel Zucker und Stärke kann sehr wohl zu Problemen führen. Das gilt vor allem dann, wenn die Katze allgemein zu viel frisst und sich dabei auch noch relativ wenig bewegt. Forschern zufolge gelten folgende Grenzwerte:

  • 50 bis 150 Gramm pro Kilogramm Trockensubstanz bei Traubenzucker und Kristallzucker
  • 50 Gramm pro Kilogramm Trockensubstanz bei Milchzucker
  • 240 Gramm pro Kilogramm Trockensubstanz bei Stärke

Frisst eine Katze normal werden diese Werte in der Regel nicht erreicht und erst recht nicht überschritten.

Zucker im Futter erkennen: Darauf kommt es an

Wie wir oben gesehen haben ist Zucker nicht gleich Zucker. Es gibt vielmehr eine ganze Reihe von Zuckerarten. Um zu erkennen, ob es sich um Katzenfutter ohne Zucker oder um welches mit handelt, sollte man sich die gesetzlich vorgeschriebene Zutatenliste genau ansehen.

Bestimmte Begriffe weisen nämlich eindeutig auf Zucker hin. Diese sind unter anderem:

  • Zellulose
  • Saccharose
  • Sukrose
  • Maltose
  • Karamell
  • Malzkeime
  • Melasse
  • Galactose
  • Muskovade
  • Fondant
  • Sirup
  • Dextrose
  • Glucose
  • Maltodextrin
  • Farin
  • Fruktose
  • Glykogen
  • Hexose

Wird eindeutig Zucker in der Zutatenliste angegeben, dann handelt es sich dabei grundsätzlich um Haushalts- bzw. Kristallzucker. Ganz allgemein gilt, dass Mengenangaben nicht aufgeführt werden müssen. Die jeweilige Menge spielt aber durchaus eine Rolle, wie wir gesehen haben. Im Normalfall ist der Zuckergehalt jedoch sehr gering und übersteigt selten einen Wert von 0,5 Prozent. In diesem Zusammengang muss darauf hingewiesen werden, dass bei Nahrungsmitteln für Menschen ein Zuckergehalt von 0,5 Prozent als zuckerfrei gelten. Katzenfutter ohne Zucker darf keine der obigen Zutaten enthalten.

Hersteller von Katzenfutter ohne Zucker

Der Handel bietet zum Glück auch diverse Katzenfutterhersteller, die den Inhaltsstoff Zucker nicht verwenden. Eine übersichtliche Auswahl wurde zusammengestellt:

Es gibt Hersteller, die verzichten grundsätzlich auf die Beigabe von Zucker. Auf ihr Katzenfutter ohne Zucker darf vertraut werden. Es gibt aber auch Hersteller, die bieten nur einzelne Sorten ohne Zucker an. Wenn die eine Sorte frei von Zucker ist, heißt das noch lange nicht, dass auch die andere ohne Zucker erhältlich ist.

Fazit: Warum Katzenfutter ohne Zucker Sinn macht

Um das Thema Katzen und Zucker ranken sich in der öffentlichen Diskussion leider viele Mythen. Nur allzu gerne wird in diesem Zusammenhang auch dramatisiert. In der Realität relativiert sich jedoch so manche Übertreibung. Eine wirklich große Gefahr für die Tiere scheint vom Zuckerjedenfalls nicht auszugehen. Warum also überhaupt auf Katzenfutter ohne Zucker umsteigen?

Ein Grund dafür ist sicherlich, dass Zucker für Katzen nicht die geringste physiologische Bedeutung hat. Katzen gewinnen ihren Energiebedarf praktisch ausschließlich aus Eiweiß. Sie können zwar Kohlenhydrate erstaunlich gut verarbeiten, jedoch benötigen sie diese nicht. Mit einer natürlichen, artgerechten Nahrung haben sie nichts zu tun. Katzenfutter muss nicht gut aussehen, es muss vielmehr gesund sein, den Tieren die Nährstoffe gebe, die sie wirklich brauchen, und es sollte ihnen schmecken.

Auch wenn die Gefahren eher gering sind, sind die langfristigen Folgen von Zucker im Katzenfutter noch nicht wirklich abzuschätzen. Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen und Ihrer Katze zweifellos etwas Gutes tun möchten, dann sollten Sie Katzenfutter mit hohem Fleischanteil und ohne Zucker füttern. Sie leisten damit nicht zuletzt einen sehr wichtigen Beitrag zu einer art- und bedarfsgerechten Ernährung. Schließlich sollte es ausschließlich um das Wohl der Katze gehen und nicht um Ihre optischen Vorlieben.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Können Katzen vom Zucker im Futter Karies bekommen?

Nein, das ist definitiv nicht möglich. Katzen können grundsätzlich keine Karies bekommen. Das liegt in erster Linie daran, dass in ihrem Mund bzw. Rachenraum bestimmte Bakterien fehlen. Zu nennen wäre hier vor allem das Bakterium Streptococcus mutans. Es ist unter anderem dafür verantwortlich, dass beim Abbau von Zucker Säuren entstehen, die dann wiederum den Zahnschmelz angreifen und so auch Karies verursachen können. Im Gegensatz zu uns Menschen ist der pH-Wert im Mund einer Katze sehr hoch. Eine Reihe von Bakterien fühlen sich in so einem Umfeld nicht sonderlich wohl. Darüber hinaus neutralisiert ein hoher pH-Wert die Säure auch weitgehend. Kein Wunder also, dass es eine Zahnkrankheit wie Karies bei Katzen nicht gibt.

Kann Zucker bei Katzen die Zahnerkrankung „FORL“ verursachen?

Dafür gibt es bislang keinen wissenschaftlichen Beleg. Um ehrlich zu sein, wissen die Forscher noch nicht einmal, was diese relativ häufig auftretende Krankheit verursacht. Sie kommt jedenfalls bei zahmen Hauskatzen ebenso vor wie bei wild in der Natur lebenden Katzen. Zucker dürfte also kaum der Auslöser sein. Andererseits: Ausgeschlossen kann ein Zusammenhang eben auch nicht werden.

Macht Zucker im Futter Katzen süchtig?

Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Man vermutet, dass Zucker langfristig den Stoffwechsel des Tieres beeinflussen und es auch in gewisser Weise abhängig davon machen kann. Belege dafür gibt es jedoch bislang nicht.

Kann man sich auf die Deklaration „ohne Zuckerzusatz“ verlassen?

Leider nein. Der Hinweis bedeutet nur, dass dem Futter nicht extra Zucker beigemischt wurde. Er bedeutet nicht, dass es sich dabei um Katzenfutter ohne Zucker handelt. Gehören etwa Getreide oder Gemüse zu den Bestandteilen des Futters, ist natürlich auch Zucker enthalten. Man kann das beispielsweise mit Apfelsaft vergleichen. Dem wird in der Regel auch kein Zucker zugesetzt. Häufig findet sich auf der Flasche auch der verkaufsfördernde Hinweis „ohne Zuckerzusatz“. Die Äpfel, aus denen der Saft gepresst wurde, enthalten aber selbstverständlich Zucker – und zwar Fruchtzucker.

Katzenfutter ohne Zucker kaufen – sind Bioprodukte sinnvoll?

Bioprodukte zu kaufen ist grundsätzlich nicht verkehrt – auch nicht beim Katzenfutter. Bio heißt jedoch nicht, dass kein Zucker enthalten ist. Es bedeutet lediglich, dass alle Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau oder aus biologischer Tierhaltung stammen. Wenn Bio-Zucker darin vorkommt, wäre das dann natürlich auch gesetzlich erlaubt. Bio-Katzenfutter ist also nicht zwangsläufig Katzenfutter ohne Zucker.

Weisen Katzen eine Futterprägung auf?

Das heißt, was Kitten im frühesten Kindesalter als Ernährung vorgesetzt bekommen, das wollen sie auch für den Rest des Lebens beibehalten. Darum macht es Sinn, jungen Kitten Katzenfutter ohne Zucker zu servieren. Je mehr unterschiedliches Futter die kleine Katze angeboten bekommt, umso mehr verschiedene Geschmacksrichtungen und Futtersorten wird die Katze dann im späteren Leben zu sich nehmen.

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Besonderheiten der Anifit Gerichte:

  • vollwertige Frischfleischnahrung mit 90-99 % Fleisch
  • ausschließliche Verwendung von Fleisch, das für die menschliche Ernährung zugelassen wurde
  • ausschließliche Verwendung von natürlichen Rohstoffen
  • schonende Zubereitung durch Kaltabfüllung
  • Heimlieferservice
  • frei von Zucker und sonstigen Geschmacksverstärkern
  • frei von Soja und Mais
  • frei von Konservierungsmitteln und Farbstoffen
  • frei von Lockstoffen und Füllstoffen
  • frei von Tiermehlen
  • frei von Pflanzen- und Getreidemehlen
  • frei von Fettzugaben
  • keine Tierversuche

Zusammensetzung:
99,2 % Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (71 % Huhn, 14 % Truthahn, 15 % Rind), 0,6 % Mineralstoffe, 0,2 % Tomate, Prise Knoblauch Verwendete Fleischzutaten: Truthahnmuskelfleisch, Hühnermuskelfleisch, Rindermuskelfleisch, Rinderlunge, Hühnerleber, Hühnermagen

Alleinfuttermittel für Katzen
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