Die Katze erbricht – was tun?

Die Katze erbricht – was tun? Jeder Katzenhalter durfte das bereits miterleben, die Katze erstarrt und hustet ein paar Mal ganz stark. Alle Halter wissen dann, nun ist Vorsicht geboten, die Katze erbricht gleich. Meist findet sich das Erbrochene am Teppich oder auf dem Sofa wieder. Nicht unbedingt eine Freude für den Halter. Aber warum die Katze erbricht und was zu tun ist, das soll jetzt erläutert werden.

Die Katze erbricht  – In der Regel erbricht die Katze das verschluckte Fell

Da die Katze ein sehr sauberes Tier ist, verbringt sie einen Großteil damit, ihr Fell zu putzen. Mit der rauen Zunge werden die lockeren und losen Haare aus dem Fell entfernt. So findet sich ein großer Teil der Haare im Maul der Katze ein und diese Haare landen in Folge im Magen. Sind die Haarbüschel bereits zu groß, können diese vom Tier nicht mehr verdaut werden und die Katze würgt ein Haarbällchen nach oben. Dieses Bällchen besteht aus Haaren, Speichel und verschiedenen Verdauungssäften. Die verklebten Ballen können zu Magen- und Darmproblemen führen. Wer sein Tier in regelmäßigen Abständen bürstet, der kann mit dieser Arbeit sicher gehen, dass die Katze nicht zu viele Haare verschluckt und fördert somit die Verdauung.

Katzengras und die richtige Paste helfen:

  • Wenn die Katze oft mit dem verschluckten Fell im Magen zu kämpfen hat, dann sollte ihr Katzengras angeboten werden. Dieses gefressene Katzengras begünstigt einen leichteren Würgereflex der Katze. Hat die Katze ihr geliebtes Katzengras erhalten, wird sie nicht mehr in Versuchung sein, an den diversen Zimmerpflanzen zu knabbern.
  • Es gibt dafür eigene Katzenpasten. Sie bestehen zu einem großen Anteil aus Malz. Die Inhaltsstoffe der Paste tragen dafür Sorge, dass die verschluckten Haare der Katze über den Darm ausgeschieden werden.

 

Die Katze erbricht – Sie hat zu schnell gefressen

Katzen gehören zu den Langsam-Fressern. Verschlingt die Katze ihr Futter zu schnell, schlägt ihr das Futter auf den Magen. Kurze Zeit später kommt das Futter wieder hoch und die Katze muss sich übergeben. Daher will immer wieder gesagt sein, lieber dem Tier kleine Portionen über den Tag verteilt füttern, als ihm eine große Portion zukommen zu lassen. Wenn die Katze zu schnell gefressen hat und sich in Folge übergibt, ist das meist ungefährlich für das Tier, dennoch gestaltet sich dieser Vorgang unangenehm für Halter und Tier. Wer Fleischstückchen reicht, der sollte zudem beachten, dass sie nicht zu groß ausfallen. Es macht durchaus Sinn, das Futter der Katze klein zu schneiden. Gerade dann, wenn die Katze großen Hunger hat, sollte ihr nur eine kleine Ration Futter gegeben werden und die Fleischstückchen sollten klein geschnitten sein.

 

Die Katze erbricht – Oft handelt es sich um Beutereste

Freigänger Katzen jagen nach Mäusen und schlagen Vögel ab, dann werden die Beutetiere verspeist. Da aber weder Fell noch Knochen der Beute bekömmlich sind, werden diese wieder von der Katze erbrochen. Es ist also keine Seltenheit, wenn die Katze auf Jagd ging und dabei erfolgreich war, dass sie in Folge erbricht. Aber eine Vielzahl der Katzen hält sich meist so lange draußen auf, bis sie die Reste des selbst erlegten Schmauses wieder los sind. Das Hochwürgen des Beutetieres ist in der Katzenwelt keine Seltenheit.

Es gilt zu sagen, dass Katzen nicht nur Nahrung zu sich nehmen, die ihnen auch bekommt. Sie machen auch vor giftigen Pflanzen und verdorbenen Futter nicht halt. Alle diese Stoffe, die der Körper der Katze nicht verarbeiten kann, werden dann durch das Erbrechen ausgeschieden.

Die Katze erbricht –  Ist eine ernsthafte Erkrankung zu befürchten?

In der Regel nicht! Kommen aber weitere Symptome hinzu, wie Fieber, glasige Augen, Anzeichen von Schwächen und sonstige Auffälligkeiten, dann kann das durchaus ein Hinweis einer ernst zu nehmenden Krankheit sein. Wenn die Katze öfter erbricht, ist die Aufmerksamkeit des Halters gefragt und ein Gang zum Tierarzt ist ein Muss.

Wichtige Hinweise auf eine Vergiftung sind: Die Katze erbricht, sie zeigt sich müde und niedergeschlagen. Wenn das der Fall ist, muss auf schnellstem Weg ein Tierarzt aufgesucht werden.

Die Katze erbricht mehrmals hintereinander:    Meist steckt eine Magenverstimmung dahinter

Die Katze erbricht und hat Durchfall:   Die Symptome sprechen für einen Magen-Darm-Infekt.

Eine Schon- oder Nulldiät kann in solchen Fällen sehr hilfreich sein. Damit sich die Magenschleimhaut erholen kann. Wichtig ist es nun, dass das Tier viel trinkt, damit es nicht dehydriert. Um den Magen nicht unnötig zu beanspruchen, sollte die Schonkost 2 bis 3 Tage gegeben werden. Erst wenn sich der Magen wieder beruhigt hat, ist zu einer normalen Fütterung überzugehen.

 

Die Katze erbricht – Wann muss ein Tierarzt kontaktiert werden?

Wenn neben dem Erbrechen noch folgende Krankheitsanzeichen zu erkennen sind:

  • Die Augen weisen eine glasigen Glanz auf, das ist ein Hinweis darauf, die Katze hat Fieber
  • Die Katze ist niedergeschlagen und teilnahmslos, sie reagiert kaum auf ihren Halter
  • Das Erbrochene weist Schleim auf
  • Das Erbrochene hat den Geruch nach Fäkalien
  • Die Katze hat bereits an Gewicht verloren

Bei Senioren Katzen kann ein Darmkrebs nicht ausgeschlossen werden. Darum ist tierärztlicher Rat gefragt.

 

 

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